Zu Besuch im Leutschenbach und Aeschbacher

Stage-on-air war gemeinsam mit Kanal K zu Besuch beim Schweizer Radio und Fernsehen im Leutschenbach. Nach einer spannenden Führung in den äusserst weitläufigen Gefilden des SRFs, durften wir dem legendären Kurt Aeschbacher bei der Produktion seiner gleichnamigen Sendung über die Schultern schauen. Lesen Sie die Erfahrungsberichte eines interessanten Nachmittags über No-Billag-Debatten und Katzen-Flüsterer.

Der “Wow-Effekt“ bei Aeschbachers Besuch

Vier Gäste wurden am Abend des 13. Dezember 2017 beim Aeschbacher auf ein kurzes Gespräch eingeladen. Die Weltmeisterin im Rudern, der Sänger Faber, eine Wissenschaftlerin, die sich mit dem „Miauen“ von Katzen auseinandersetzt und ein Hypnoseexperte und Mental-Coach. Wir hatten die Chance, Einblicke in die Sendeproduktion von Aeschbacher zu bekommen und waren im Publikum der Sendung mit dabei.

In der Labor Bar angekommen war die Stimmung der Gäste noch etwas stumpf. Das Studio in dem die Sendung lief war sehr bunt und mit vielen „Aeschbacher“ Beschriftungen gestaltet. Nachdem alle Platz genommen hatten, fing die Vorbereitung auf die Sendung an. Ein Mitarbeiter von Aeschbacher lockerte das Publikum auf eine humorvolle Art und Weise auf, indem er uns die Regeln und Abläufe vorstellte und uns mit Witz in eine gute Stimmung versetzte. Als erstes hielt Kurt Aeschbacher noch eine kleine Aufwärmrede und stellte den Ursprung seiner Sendung und viele Hintergrundgeschichten vor. Die Weltmeisterin im Rudern Jeannine Gmelin war sein erster Gast und wurde über ihre Ziele, den täglichen Trainingsaufwand und die nicht so rosigen finanziellen Zustände ausgefragt. Der nächste Gast war der Schweizer Sänger Faber. Nachdem er einen Song spielte, wurde er ebenfalls mit Fragen gelöchert. Das Gespräch verlief sehr locker und mit viel Humor. Er offenbarte seine italienischen Fähigkeiten in Sache Musik und berichtete über seine Vergangenheit. Der dritte Gast war eine Wissenschaftlerin, welche sich mit dem Thema „das Miau der Katze“ auseinandersetzt. Susanne Schötz erzählte Kurt Aeschbacher über ihre noch nicht so fortgeschrittenen Wissenschafts-ergebnisse und erklärte die Unterschiede zwischen verschiedenen Miau-Lauten von Katzen. Als letztes Gespräch folgte ein noch junger Hypnoseexpert der unter anderem Bestseller Autor und Gründer einer Firma ist. Er berichtete über seinen originellen Werdegang und seine Vergangenheit als Magier. Am Schluss kam die Ruder Weltmeisterin noch einmal auf die Bühne, diesmal als Testperson für den Hypnosetherapeuten. Gabriel Palacios versetzte sie in einen Hypnosezustand und sie liess sich dabei von seiner Stimme leiten. Eine verblüffende Vorstellung. Kurt Aeschbacher leitete den Schluss der Sendung ein und die Gesprächspartner verabschiedeten sich. Die Show war nun vorbei. Kurt Aeschbacher und sein Team bedankten sich bei uns, dass wir so aufgestellt und authentisch mitmachten. Nun beendeten sie die Vorstellung mit einem freundlichen Aufwiedersehen.

Die Sendung fing etwas später als geplant an aber war dennoch sehr unterhaltsam. Kurt Aeschbacher und sein Team haben mit ihrer humorvollen Art die Stimmung sehr angenehm und spannend gestaltet. Wir als Publikum fühlten uns von den vier verschiedenen Kameras etwas beobachtet aber ich freue mich am 7. Januar 2018 um 22:05 Uhr, wenn die Sendung dann ausgestrahlt wird, uns und die ganze Show im Schweizer Fernsehen zu betrachten. Insgesamt war es eine sehr wertvolle Erfahrung, die zeigt was hinter den Kulissen einer Sendung für Arbeit steckt. Mit genügend Disziplin und Leidenschaft kann man viel erreichen.

Dieser Bericht wurde von Stagiaire L.S. verfasst

Argumente und Fakten zur No-Billag-Initiative

Über kaum eine andere Abstimmung wie die „no Billag“-Initiative wird im Vorfeld so viel und hitzig diskutiert.

Nachfolgend einige Argumente der Befürworter und Gegner der Initiative:

 

Pro „No Billag“

Contra „No Billag“

- Zwangsgebühr

- Berücksichtigung der Minderheiten (Rätoromanen, Tessiner, Welsche sowie Hör- und Sehbehinderte)

- Finanzielle Entlastung der Privatpersonen und Unternehmungen

- direkte Demokratie braucht unabhängige Medien

- nur Bezahlen was man sehen will

- 34 priv. Radio und TV Stationen werden unterstützt (Bsp. Kanal K)

- quasi Staatsmonopol

- bei Wegfall noch mehr Werbung

- SRG verschleudert Steuergelder (hohe Produktionskosten und Löhne)

- Spartensendungen werden produziert (Bsp. Sternstunde Religion)

 

Interessante Fakten (Quelle Tagesanzeiger):

Die Sendung „Glanz&Gloria“ wird von vielen Befragten als überflüssig betrachtet. Diese Sendung ist aber das günstigste produzierte Format und kostet nur 7 Rappen pro Zuschauer.

Die Tagesschau kostet pro Person 9 Rappen (hohe Produktionskosten, aber grosser Marktanteil).

Der Schweizer „Tatort“ ist die teuerste Sendung und wird mit CHF 3.19 pro Folge und Zuschauer belastet.

Die rund 6000 Mitarbeiter sind gut ausgebildet: 42 Prozent haben einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss, bei den Journalisten sind es 65 Prozent.

Bei den Managerlöhnen der bundesnahen Betriebe ist der SRG-Chef mit einem Bruttolohn von

CHF 536‘314.- auf Platz 8 anzutreffen.

Die SRG selber verteilt ihre Einnahmen nach dem Solidaritätsprinzip: Obschon die Deutschschweiz rund 70 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, erhält das Schweizer Radio und Fernsehen von jedem Franken Einnahmen lediglich rund 43 Rappen. Der Rest geht in die französische, italienische und rätoromanische Schweiz. Ohne Finanzausgleich müssten Haushalte in der italienischsprachigen Schweiz rund CHF 2300.- Billag-Gebühr pro Jahr bezahlen.

Dieser Bericht wurde von Stagiaire N.A. verfasst

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