stage-on-air im Animationsfilmfieber

Das Fantoche zog die Besucherinnen und Besucher dieses Jahr mit über 300 Kurzfilmen und Langfilmpremieren in seinen Bann. Auch stage-on-air liess sich von der Faszination Animationsfilm nach Baden locken.

Die Stagiaire produzierten bei ihrem Besuch unter professioneller Anleitung eine stündige Radiosendung für Radio Kanal K, die es hier als MP3 zum Nachhören gibt. Darin geht es unter anderem um den gefeierten britisch-polnischen Animationsfilm "Loving Vincent" und die Hörer erfahren mehr über die Virtual-Reality-Ausstellung "Animation Multimedial" in der Stanzerei.

Der Besuch am Fantoche war für alle ein eindrückliches Erlebnis!

 

Stage-on-air im Animationsfilmfieber

Das Fantoche-Festival im aargauischen Baden jährte sich heuer zum 15. Mal. Weltweit ist es eines der grössten Animationsfilm-Events. Auch stage-on-air besuchte das Festival, das vom 5. bis 10. September 2017 stattfand, und liess sich von den unterschiedlichen animierten Filmen in den Bann ziehen.

Insbesondere die ersten beiden Tage waren mit verschiedenen Aufgaben für die Stagiairs belegt, um eine Radiosendung für Kanal K zu produzieren.

Eine internationale Jury wählte aus mehreren internationalen und Schweizer Competitions die Siegerfilme aus. Auch das Publikum konnte in den Competitions für den jeweils besten animierten Kurzfilm votieren. Besonders interessant waren dabei die unterschiedlichen Animationstechniken, wie klassisch bewegte Zeichnungen, mit Schiebetechnik animierte Papierfiguren, auf Filmmaterial geätzte Grafiken und Computeranimationen. Diese Filmbeiträge waren inhaltlich und qualitativ sehr unterschiedlich, dennoch war die Fülle an Ideen sehr spannend.

Aus einer Auswahl von insgesamt rund 300 Animationsfilmen konnten auch viele Langfilme angesehen werden, z.B. der aus den 50er Jahren stammende und auch heute noch sehr aktuelle Film „Animal Farm“ aus dem gleichnamigen Buch von George Orwell. Dem Film vorangestellt waren Wochenschau-Beiträge, die sich um das Thema Frauenwahlrecht in der Schweiz drehten. Es wurden auch mehrere Filme zum Thema „Brexit“ vorgeführt. Sehr gut wurde von den Besuchern der Film „Loving Vincent“ aufgenommen, der demnächst auch in den Kinos erscheinen wird.

Auch das Begleitprogramm von Fantoche liess sich sehen. So konnte auf dem Theaterplatz eine Multimedia-Animation in einem grossen Container besucht werden, in der die Aufgabe darin bestand, virtuelle animierte Kopffüsser mit Bällen abzuschiessen bzw. in animierte Wolken zu werfen, um virtuelle Gewitter zu erzeugen. Für Kinder sicher ein schönes Erlebnis!

Spannender für Erwachsene war der Besuch von Animationen in der Stanzerei. Dort konnte via Virtuell-Reality-Brillen und zwei Handgeräten virtuell im Raum gezeichnet werden. Als Endprodukt könnte man sich die virtuelle Gestaltung des eigenen Wohnzimmers mit Möblierung vorstellen. Highlight in dieser Ausstellung war ganz sicher die Schamanen-Animation, die eine Szenerie von Nahtoderfahrung zeigen sollte. Der Besucher legte sich, ausgestattet mit einer VR-Brille und Kopfhörern, auf eine Holz-Hängematte und wurde, begleitet von Trommeln in Schamanen-Manier, aus dem Dunkel durch realistisch animierte Granitblöcke und vorbeiziehende Meteoriten immer mehr ins Licht in Richtung Sonne gezogen.

Resultat dieser Besuche durch die Stagiairs sind verschiedene Interviews mit Filmschaffenden, Besuchern und Organisatoren. Es wurden Filmkritiken geschrieben und schlussendlich wurde eine einstündige Radiosendung für Radio Kanal K produziert, die es hier als Podcast zum Nachhören gibt. Themen dieser Sendung waren unter anderem die Ausstellung Animation multimedial, ein Interview mit einem Jury-Mitglied, Filmtipps und ein Interview mit der Festivalleiterin Annette Schindler.

(Dieser Beitrag wurde von Stagiaire S.R. verfasst)

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