stage-on-air besucht SRF

Um halb zwölf empfing uns Barbara Meyer vom Regionaljournal Aargau Solothurn am Standort Aarau unweit des Bahnhofes Aarau. Sie stellte uns die Organisation des Vereins SRG vor und im Speziellen das Grossraumbüro mit Studio in Aarau, wo 12,4 Stellen zu 100 Prozent angesiedelt sind. Wir durften bei der Produktion der Mittagssendung dabei sein und bekamen mit, wie eng verzahnt und aufeinander abgestimmt, dass die nationalen und regionalen Informationssendungen sein müssen. Falls dies nicht der Fall ist, fallen unter Umständen wichtige Details zwischen Stuhl und Bank.

Auf der Suche nach Interviewpartnern zum Thema „No Billag-Initiative“ wurden wir nicht fündig und als wir das Thema anschnitten, gaben sich die Journalisten – ausnahmsweise mal auf der anderen Seite stehend – ziemlich zugeknöpft

Zu Besuch im Radiostudio Zürich

Am Nachmittag stand der Besuch des grossen Bruders des Regionaljournals Aarau auf dem Programm. Der dichte Zeitplan liess nur eine „ambulante Verpflegung“ im Zug nach Zürich, genauer zu den SRF-Radiostudios am Brunnenhof, zu. Dort empfing uns der ehemalige stage-on-air-Mitarbeiter Christian Salzmann, um uns durch den Betrieb zu führen. Als Erstes führte er uns in die unter Denkmalschutz stehende Tonhalle des Radios SRF, welche mit der ausserordentlich guten Akustik gegen ein geringes Entgelt ganze Orchester aus dem In- und Ausland anzieht.

Eine weitere Station war das Tonarchiv, wo bis weit ins letzte Jahrhundert zurück Töne gelagert sind. Der aus Basel stammende Archivar hatte dank seines 32-jährigen Erfahrungsschatzes einiges über die verschiedenen Speichermedien zu berichten. Mit Begeisterung erzählte er über die unscheinbaren Vorzüge der Speicherung auf analogen Musikkassetten und den aus heutiger Archivarensicht weniger bedienerfreundlichen DAT-Tonträgern. Diese enthalten nämlich Töne, welche nicht einheitlich abgespeichert wurden. Dies erschwert die Überführung des Materials in aktuelle Formate sehr!

Live im SRF3-Studio

Danach durften wir während der Live-Produktion im Studio von SRF 3 dabei sein. Dabei wurde mir bewusst, wie aufwändig, dass Radioproduktionen sind: Die gesprochenen Schweizerdeutschtexte werden meistens in Mundart niedergeschrieben und abgelesen. Und umgeschrieben, wenn der Textverfasser und der Textmoderator einen unterschiedlichen Akzent haben! Auch wurde deutlich, wie stressig die mit Lockerheit präsentierte Sendung sein kann, wenn beispielsweise das Mischpult bei einem Moderatorenwechsel verstellt ist.

Zwei Stockwerke höher waren wir bei SRF 1. Dort wurde uns demonstriert, wie flexibel man heute beim Radiomachen sein muss: Der hohen Sommertemperaturen wegen, wurde kurzerhand die bereits produzierte Sendung gekippt und durch ein Wunschkonzert ersetzt. Da war die Spontaneität des Moderators gefragt, denn er musste zwischen den Musikstücken, telefonisch herausfinden, welcher Musikbeitrag für den zu überraschenden Zuhörer passen würde.

Zum Schluss gab‘s dann noch ein Give-Away und Aufklärungsunterlagen im Hinblick auf die im Raum stehenden „No Billag-Initiative“, welche bei einer allfälligen Annahme grosse Auswirkungen auf die gesamte SRG hätte.

(Dieser Bericht wurde durch Stagiaire T.W. verfasst.)

Zurück