Landart

Landart? Was ist das? Wer macht das? Und wieso?

Landartist Ulrich Studer hat uns am Mittwochmorgen all unsere offenen Fragen zum Thema Landart beantwortet. Er hat uns nicht nur seine eigenen Inspirierenden Werke vorgestellt, sondern auch noch einige andere sehr interessante Werke von Robert Smithson, James Turrel, Richard Long, Christo & Jeanne-Claude, Walter de Maria und Andy Goldsworthy. Danach durften wir selbst Informationen über die verschiedenen Künstler und deren Techniken und Werke sammeln und uns Inspirieren lassen. Die gesammelten Informationen, Bild- und Videodateien wurden dann im Plenum vorgetragen.

Nach der Mittagspause und einer kurzen Erläuterung zum Thema Natur-Kunst haben wir uns auf den Weg ans Aareufer gemacht, wo wir nach der Besichtigung des Geländes unsere Arbeitsplätze für unsere Projekte ausgesucht haben. Als auch die Themen für unsere Projekte bestimmt waren haben wir uns bei dem schönen Wetter im Gebiet verteilt und uns an die Arbeit gemacht. So entstanden aus den verschiedensten Materialien, wie Steine im Wasser, Gräsern und Pflanzen, Sand und Schlamm die unterschiedlichsten Figuren und Formen, unsere eigene Natur-Kunst oder eben Land-Art.

Am Donnerstag haben wir von Ulrich Studer interessante Fakten zum Calciumsulfat Gips, seine Beschaffenheit und seine Geschichte gehört.  Perfekt vorbereitet haben wir uns dann auf den Weg nach Kienberg  in die stillgelegte Gipsgrube gemacht. Dort angekommen haben wir zuerst die Höhle besichtigt.  Diese war der Eingang zu einem alten Stollen aus der Zeit als in Kienberg noch Gips abgebaut wurde. Die Akustik in dieser Höhle ist so imposant, dass wir ein kleines akustisches Experiment gewagt haben. Das Ergebnis war hat uns allesamt erstaunen lassen.

Gut gelaunt und voller Energie, haben wir das restliche Gelände erkundet. Die fünf Terrassen welche durch ihre fast weissen vom Steinbruch gezeichneten Wände in einem sehr deutlichen Kontrast zum Grün der umliegenden Landschaft stehen, haben eine fast schon magische Wirkung. Voller Tatendrang haben wir uns die verschiedensten Orte für unsere Kunstwerke und die dazu passenden Themen ausgesucht.

Nach gemütlichem Beisammensein in der Mittagspause machten wir uns dann an die Umsetzung unserer Ideen. Und so wurde in der kühlen, steinigen Höhle eine Blume wiedergeboren für welche zuvor einige Margeriten geopfert wurden und aus einem alten Beton-Sockel der ehre kalt und ungemütlich wirkte wurde eine gemütliche Kunst-Galerie. Auf dem Kiesweg entstand aus Sägemehl ein Schattenbild.  Auf einem Steinhaufen erwachte ein kunstvolles Gebilde aus Steintürmchen und einem präzise ausgerichtetem Steinbogen und etwas höher gelegen wurde unter dem Schutz einer Baumwurzel  ein abstraktes Gebilde aus verschiedenen Erdtönen, Steinen und Pflanzen von einem Fenster aus geschwungenen Ästen in Szene gesetzt.

Von diesen beiden ereignisreichen Tagen haben wir viele verschiedene Impressionen mitgenommen. Wir haben lehrreiche Informationen gesammelt und neben kurzen Frustrationsmomenten auch grosse Erfolge gefeiert. Vor allem konnten wir aber unseren Teamgeist stärken und haben uns dabei prächtig amüsiert.

(Dieser Text wurde von Stagaire J.O. verfasst)

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