Cinéma mon amour - Kunsthaus Aargau

Kino in der Kunst

Ende Januar trafen wir uns im Aargauer Kunsthaus, wo zur Zeit die Ausstellung  „Cinéma mon amour“ läuft. International bekannte Kunstschaffende zeigen hier Werke, welche sich mit unterschiedlichen Aspekten von Film in der Kunst befassen.

In acht verschiedenen Räumen und zwei Kabinetts werden die Mechanismen der Filmproduktion, die Nebenprodukte der Spielfilmindustrie, die künstlerische Verwertung des Filmplakats und das Kino als Wahrnehmungsraum interessant demonstriert.

Besonders eindrucksvoll ist die erstmals in der Schweiz gezeigte „ Installation Paradise Institute“, von Janet Cardiff und George Bures Miller. In einem nachgebauten Kinosaal verdichten diese Künstler Leinwandwirklichkeit und das Geschehen im Zuschauerraum zu einem multidimensionalen Erlebnis. Wir setzten uns Kopfhörer auf, die uns auch akustisch unmittelbar in die räumlich angedeutete Kinosituation versetzten. Es war total verblüffend!

Des Weiteren faszinierte die Videoarbeit „Deep Gold“, von Julian Rosefeldt. Diese bezieht sich ästhetisch und inhaltlich auf Luis Buñuels surrealistischen Film „L’age d’or“, (1930) dem auf humorvolle Weise ein fiktives Kapitel hinzugefügt wird. Die vom klassischen Film übernommenen Absurditäten werden mit gegenwartsnahen Themen, wie z. B. der Occupy-Wall-Street-Bewegung ergänzt. Das Ganze ist nicht nur untererotischer, sondern auch unter optischer Perspektive ein Ausnahmeerlebnis. Das Video ist in Schwarz-Weiss und hat deshalb einen besonderen Reiz.

(Dieser Beitrag wurde von Stagiaire S.T. verfasst.)

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