Animationsfilm

von der Idee bis zum fertigen Film

Shaun das Schaf oder Pingu, weitbekannte Animationsfilme, welche vielen von uns bereits einige Male ein Lachen ins Gesicht gezaubert haben.

Doch was ist, wenn man aufgefordert wird selbst einen Animationsfilm von der Idee bis zum fertigen Projekt zu produzieren.

Ein Animationsfilm drehen; das wird so schwer doch nicht sein. Weit gefehlt!

Unter der kompetenten Leitung von Javier Garcia, ehemaliger Animateur bei den Pingu Filmen, durften wir Stagiaires in die Welt des Animationsfilms eintauchen.

Nach einer spannenden Vorstellrunde und Hinweisen zur Affinität zum Animationsfilm, schauten wir einige beeindruckende Kurzfilme von früheren Stagiaires.

Anschliessend durften wir uns mit dem Plastilin vertraut machen und uns an einer witzigen Figur versuchen, während wir unsere Ideen für einen eigenen Kurzfilm zusammentrugen. Sich in einer so grossen Gruppe über ein Thema einig zu werden, stellte sich als nicht ganz einfach heraus, da viele Köpfe sehr viele tolle Ideen hatten.

Als das Konzept schliesslich definiert war, konnten wir uns bereits der Anfertigung der Knet-Figuren widmen. Dieses Unterfangen haben wir allesamt wohl gehörig unterschätzt, denn eine tadellose Figur ohne Dellen und Unebenheiten hinzubekommen ist eine echte Kniffelei. Noch schwieriger wurde es, als wir angewiesen wurden mehrere Exemplare der einzelnen Figurteilen bis aufs letzte Detail nachzuformen. Jedes Detail ! Eine echte Geduldsfrage.

Nach einigen schweisstreibenden Stunden, konnte sich der erste Teil unseres Unterfangens, dank der Hilfe von Javier Garcia, langsam sehen lassen. Im gesamten Kursraum konnte man unsere Meistwerke bestaunen.

Für die Ersten von uns hiess es nun: Film ab! Es wurde nicht eine simple 0815 Kamera hergeholt, sondern eine professionelle Videokamera und Lampen. Diese hatten nicht nur den Effekt, die Szene ins rechte Licht zu rücken, sondern trieb uns auch den Schweiss in die Augen.

Bei gefühlten 40 Grad wurde eine Figur platziert. Es wurde abgeknipst, dann einen cm vorgerückt, wieder abgeknipst, und so weiter und so fort, bis wir für 1 Szene ca. 160 Aufnahmen im Kasten hatten. Gespannt sahen wir uns die erste Szene an, welche einen guten halben Drehtag in Anspruch genommen hat und blickten dann leicht irritiert in die Runde, als wir sahen, dass gerade mal 15 Sekunden Film entstanden sind.

In unserer Geduld ziemlich gefordert, hiess es nun den anderen Figuren ebenfalls ihren Moment im Scheinwerferlicht zu geben. Während die Szenen gedreht wurden, waren einige von uns damit beschäftigt unseren Figuren, für die Schlussszene die Frisur zu richten oder gar noch kleine Modifikationen für den Dreh vorzunehmen.

Am vierten und letzten Tag unseres Kurses kamen wir in eine leichte Zeitnot. Doch mit Hilfe aller konnte die Schlussszene rechtzeitigen in den Kasten gebracht und das Rohmaterial zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten werden.

Aufgeregt warteten wir nun auf den Moment, indem wir zum ersten Mal unser schweisstreibendes und geduldforderndes Werk bestaunen durften. Als Gruppe sind wir uns einig: der Kurzfilm kann sich sehen lassen!

Danke Javier Garcia, für diese lehrreichen und sehr interessanten Tage.

Der Film wird in Kürze online zu sehen sein.

(Verfasst von Stagiaire L.T)

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